Unser Hotelzimmer war super gross, allerdings war das Hotel sonst äusserst seltsam. Bereits gestern beim Check In fanden wir die Receptionisten mit den schwarzen, verfaulten Zähnen, die ständig sagte „oh, from Switzerland“ mehr als spooky. Dann stand sie ständig irgendwo in einer Ecke, wo wir auftauchten… wirklich ein sehr spezielles Geschöpf. Am Morgen waren wir kurz nach 9 Uhr im Speisesaal und wunderten uns über die kleine Auswahl. Kein Brot, keine Leute… wieder sehr seltsam. Irgendwann merkten wir, dass das Frühstück nur bis 9 Uhr serviert wurde. In diesem Fall war es klar, allerdings hatten wir das echt noch nie. An einem Sonntag sowieso nicht.
Tja, mit nicht viel im Magen checkten wir aus und fuhren los, da heute eine lange Fahrt auf dem Programm stand. Der erste Halt machten wir in Buffalo, wo es hübsche Wandmalereien zu bestaunen gab, sonst war kaum etwas los. Dann ging es weiter nach Cody.
Der Weg führte uns über den Big Horn National Forest, der an der höchsten Stelle 2850 Meter hoch war und wir nur 19 Grad hatten. Sogar etwas Regen setzte sein. Wir machten einen Halt am Lake Maedow und gerade als Nicolas aus dem Toilettenhäuschen trat, kam aus dem Wald eine Elchkuh getrabt und lief direkt an Nicolas vorbei. Sie frass sich danach gründlich an einem Gestrüpp satt und liess sich nicht stören. Sie war beeindruckend gross, ich bin gespannt, wie gross der männliche Elch ist.

Die Weiterfahrt nach Cody erfolgte ohne weitere Tiersichtung. Nach dem Einchecken ins Hotel fuhren wir ins Buffalo Bill Center of the West. Die Geschichte von Buffalo Bill kannten wir bisher noch nicht, auch wenn der Name ja sehr bekannt ist. Es war sehr spannend! Die Ausstellung umfasste 5 Ausstellungsräume; eine war über Buffalo Bill, eine über Guns (Lucien war ganz fasziniert), dann haben wir noch eine Fotoausstellung eines Fotographen gesehen, mehr lag nicht drin, da das Center um 18 Uhr schloss.

Das Nachtessen nahmen wir in Restaurant des Best Western Hotels ein, dass sehr gute Bewertungen hat. Aus den vergangen Tagen haben wir gelernt, wie lehnen jede Beilage ab. Haben wir getan und als wie die Beilagensalate auf den anderen Tische sahen, waren wir froh, dass wir darauf verzichtet hatten. Das Essen war aber gut, aber auch hier sehr reichlich.
Da im Hotel das Frühstück nicht inbegriffen ist, haben wir an der Reception gefragt, was das Frühstück kosten würde; Pro Person 17.95 Dollar oder mit Coupon 20 Dollar für zwei Personen und das Kind isst gratis mit. Äh, ok… ich verstehe die Logik immer noch nicht, aber klar haben wir den Coupon gekauft.
Uns ist aufgefallen, dass die Portionen hier wieder sehr gross sind. Die Leute sind auch wieder entsprechend dick oder eher fett. Es ist erschreckend und variiert extrem von Gegend zu Gegend, resp. Bundesstaat zu Bundesstaat. Auch die Fahrweise unterscheidet sich je nach Gegend. In Florida fahren die Leute extrem aggressiv, hier ist alles easy und es wird kaum gehupt. Auffällig ist auch, wie wenig Schwarze man hier sieht, wenn dann nur in den Bereichen Hotellerie und Gastro. Hier ist die Gegend wirklich durch und durch republikanisch!
Na, da seid ihr gut weg gekommen. Bei diesem sonderbaren Benehmen hätte ich mich auch etwas gefürchtet…